Wenn man Pfadfinder*innen fragt, was sie im Sommer so machen, kommt oft die gleiche Antwort:
„Ein bisschen wandern, ein bisschen zelten, vielleicht ein bisschen Abenteuer.“
Aber wer 2025 mit uns in Schweden war, weiß – das war nicht „ein bisschen“, das war legendär.
Elf Tage zwischen Sonne, Regen, Mücken, Moor und Köttbullar. Zwischen Lachanfällen, Lagerfeuer und leichtem Wahnsinn.
Eine Reise, die uns alle in Erinnerung bleiben wird.
Hier ist unsere Geschichte.
Tag 1 – Der Start ins Abenteuer
Der erste Tag begrüßte uns mit typisch schwedischem Chaoswetter: Sonne, Regen, Wind – und einer Truppe, die trotzdem Top-Stimmung hatte.
Laurence und Lasse starteten direkt auf Späher-Alleinfahrt, während der Rest sich zur ersten Hütte an einem See durchschlug –6 Kilometer durch das Wechselwetter.
Dort erwartete uns Luxus: Feuerholz, Klo und Seeblick!
Das Wort des Tages: Photosynthese – gefolgt von Goldbärendicksaft, weil… naja, Pfadis…
Tag 2 – Durchs Moor und weiter
Mehr Regen als Sonne, aber doppelt so viel Motivation.
Nach einer moorigen Wanderung (Gras bis zum Knöchel, Matsch bis zum Knie) erreichten wir endlich eine Hütte, die nicht nur trocken, sondern richtig gemütlich war.
Nur Florin erwischte’s – Kratzer am Knie, ganz übel.
Das Wort des Tages: Dicksaft.
Tag 3 – Der Tag der Köttbullar und Pfannkuchen
Pissregen, Wind und trotzdem gute Laune – spätestens als wir in Djuras Lasse und Laurence wiedertrafen.
Nach 20 Kilometern, Verlaufen und viel Fluchen beschlossen wir, einfach zur genialen Hütte vom Vortag zurückzukehren.
Dort gab’s dann das kulinarische Highlight: Köttbullar mit Kartoffelbrei, Pfeffersoße, Preiselbeeren und Pfannkuchen zum Nachtisch.
Das Wort des Tages: Mock am Cock.
Tag 4 – Sonne, Schmerzen und Chips
Endlich Sonne! Trotz Muskelkater und diversen Wehwehchen (Rücken, Knie, Füße – alles dabei) erreichten wir den See Tryssjön.
Dort gab’s Gourmetküche à la Pfadi: Gemüseeintopf mit selbstgemachten Kartoffelchips aus Schalen!
Dann wurde geangelt – mit selbstgefangenen Maden. Ergebnis: null Fische, aber viel Gelächter.
Wörter des Tages: dumme Fische und Madenfarmer.
Tag 5 – Bodenloser Geburtstag
Samy hatte Geburtstag! Zur Feier des Tages ging’s nur 9 Kilometer weiter – durch Moor und Matsch, natürlich. Florin ging mit einem Bein baden.
Ziel: eine Hütte mit Sauna! Lasse und Samy waren sofort begeistert.
Das Wort des Tages: Bodenlos – und das gleich doppelt, wegen Weg und Humor.
Tag 6 – Hangry in Börlänge
Sonnig, warm, leicht chaotisch. Wegen zu vieler Kranker und Verletzter wurde spontan umgeplant: Ab ins nächste Dorf zum Trampen und dann nach Borlänge zum Einkaufen.
Abends gab’s Curryreis an der Feuerstelle, geschlafen auf einem Kiesparkplatz, während Mücken das Buffet eröffneten.
Fazit: Sonne gut, Schlafplatz hart, Curryreis top.
Tag 7 – Badetag
Kurz Regen, dann Sonne – perfekt für den Badetag in Leksand!
Vom Regen geweckt, in der Sonne gefrühstückt.
Im See plantschen, Mittag essen, Sonne genießen – pure Erholung.
Zurück in der Hütte vom ersten Tag gab’s Couscous mit Linsen („Kuss-Kuss-Linsen“).
Das Wort des Tages: 12 Uhr
Tag 8 – Arbeitsteilung wie Profis
Ausschlafen, Sonne genießen, Energie tanken.
Ein Einkaufstrupp lief 15 Kilometer nach Borlänge, ein Wassertrupp ins Dorf – der Rest hackte Holz wie Steinzeitkrieger.
Abends gab’s Tortellini mit Schinken-Sahnesoße – göttlich!
Das Wort des Tages: Auf Späheralleinfahrt gehen.
Tag 9 – Der mentale Verfall beginnt
Die Sonne schien, die Stimmung kippte – von „chillig“ zu „leicht irre“.
Flo verschwand zwei Stunden im Wald, Tim bekam beim Einkaufslisten-Schreiben eine Psychose, und der „verbotene Tisch“ wurde eingeführt.
Abends gab’s Nudeln mit geilem Pesto, dazu viel Gelächter und allgemeine geistige Auflösung.
Das Wort des Tages: Du Escheck.
Tag 10 – Vegan oder nicht vegan, das ist hier die Frage
Wetter wie immer: Sonne, Regen, Wind. Stimmung: Bombe!
Chris, Florin und Lasse gingen 15 km einkaufen, Joscha und Alex holten Wasser, der Rest hackte Holz und spielte Karten.
Abends gab’s Wraps, und die große Debatte begann: „Ist das vegan?“
Daraus entstand das Wort des Tages: Quotenveganer.
Tag 11 – Abschiedsschmaus und Endspurt
Letzter voller Tag! Joscha beendete sein Buch, Konsti und Chris holten Wasser, Flo bastelte sich einen Blumen-Wald-Kranz.
Gemeinsam wurde das große Abschlussessen vorbereitet: Gulasch mit selbst gebackenem Fladenbrot – der Knaller!
Zum Nachtisch: Schichtjoghurt.
Am Abend wurde die Hütte geputzt, gepackt und noch ein letztes Mal gelacht.
Das Wort des Tages: Musst du wissen.
Fazit – Zwischen Moor, Psychose und Spaß
Elf Tage Schweden. Regen, Sonne, Lachen, Schmerz, Lagerfeuer und legendäre Zitate.
Wir haben gelernt, dass:
– „Abkürzung“ in Schweden nur ein anderes Wort für „Moor“ ist,
– Vegan immer zu Diskussionen führt.
– und dass jeder Tag besser wird, wenn man ihn mit Pfannkuchen beendet.
Ob Köttbullar, Sauna, Moor oder Mücken – diese Fahrt war alles: chaotisch, lustig, herausfordernd und einfach unvergesslich.
Stamm Weibilo – Schwedenfahrt 2025